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Am Montagmorgen begaben sich alle deutschen Schüler zusammen mit einigen amerikanischen Partnern auf die zweieinhalbstündige Fahrt nach Cashton. Dort sollten wir die sogenannten "Amish People" sehen. Doch zuerst einmal machten wir eine kleine Verschnaufpause und trafen unseren Guide. Auf der Fahrt zu den Amish erzählte sie uns einige interessante Dinge über die Amish. Sie sind Christen, die ursprünglich aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Amerika übersiedelten. Ihr Name kommt von Jacob Amish, der die Gruppe 1698 gründete. Die Amish lehnen jeglichen technischen Fortschritt ab und verzichten gänzlich auf Elektrizität. Daher waren wir sehr gespannt darauf, ihre Lebensweise beim Besuch einer Farm kennenzulernen. Sie fahren sie beispielsweise anstatt eines Autos in Kutschen, sogenannten Buggies und bearbeiten ihre Äcker mit Pflügen, die von Pferden gezogen werden. Auf unserer Busfahrt durch das Amishgebiet sahen wir bereits viele Amish mit Pferden, Buggies und Pflügen.

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Sie sind sehr stark gläubig, was man zum Beispiel daran sieht, dass man ihre Gesichter nicht fotografieren darf, da man nach der Bibel kein Abbild Gottes schaffen darf. Und weil die Menschen ja ein Abbild Gottes sind, legen die Amish dies so aus, dass man kein Bild von ihnen machen darf. Daher konnten wir nur Fotos aus der Ferne schießen.

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Bei der Farm von Marie und Monroe angekommen, durften wir in ihrer Kutsche fahren, die Buggywerkstatt, das Gewächshaus und sogar ihr Wohnhaus ansehen. Beeindruckend war vor allem das Eishaus, in dem sie ihre verderblichen Lebensmittel mit Eis aus einem Teich kühlen, das jedes Jahr um Neujahr aus dem Teich gehackt wird und bis in den November hinein für Kühlung sorgt. Das Ehepaar hat sieben Kinder und alle leben zusammen mit den Großeltern unter einem Dach.

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Nach einem Zwischenstopp an der Käsefabrik, die der Amishgemeinde gehört, kamen wir zum "Shrine of Our Lady of Guadalupe" auf einem kleinen Hügel in der Nähe der Stadt La Crosse. Wir besichtigten die vier Jahre alte Wallfahrtskirche und erfuhren, dass es sich dabei um ein gänzlich durch Spenden finanziertes Projekt handelt.

In La Crosse wurden wir mit Eis versorgt und konnten dies gemütlich am Mississippi in der Sonne sitzend genießen.


Der Bericht wurde verfasst von Tobias Baba und Felix Kosterhon.