Developed in conjunction with Ext-Joom.com



Bild1Vor 30 Jahren hat sie das letzte Mal das Hans-Leinberger-Gymnasium betreten. So lange liegt das Abitur von PD Dr. Ursula Göhlich zurück. Heute ist sie Paläontologin am Naturhistorischen Museum in Wien und konnte sich trotz eines immensen Terminkalenders Zeit nehmen, den vom Förderverein HLG organisierten Unterstufenabend 2016 mit einem Einblick in ein Land vor unserer Zeit, die Zeit der Dinosaurier, zu bereichern.

 

Nach der Begrüßung durch den  Schulleiter OStD Peter Renoth, der kurz auf die Schulzeit von Ursula Göhlich zurückblickte, stellte Frau Annette Kliebenstein, die Vorsitzende des Fördervereins, die Referentin des Abends vor. Dabei fungierten Schüler als Co-Moderatoren, die Fragen an die Paläontologin vorbereitet hatten. Bereits nach diesem kurzen Interview war klar, dass ein spannender und abwechslungsreicher Vortrag auf das Auditorium warten würde. Denn schon bei diesen Fragen brillierte Frau Göhlich mit witzigen Antworten, die angereichert waren mit einem überaus fundierten Wissen, das wiederum von einer wahren Freude an ihrer Arbeit sprach.

Diese Begeisterung konnte sie im Vortrag über Paläontologie auch den Schülern, Eltern und Lehrern vermitteln, die nun einen Einblick in die Welt der Dinosaurier erhielten, die aber nur ein Prozent der Arbeit von Paläontologen ausmachen. Ursula Göhlich berichtete anschaulich von Ausgrabungen des Triceratops und Tyrannosaurus rex, an denen sie teilnehmen durfte, und auch von der körperlichen Anstrengung, die den Wissenschaftlern mitten in der Wüste abverlangt wird, wo sie ohne jeden Komfort den Launen der Natur ausgeliefert sind. Auch an wissenschaftlichen Untersuchungen zum Juravenator, der weit kleiner als seine beiden bereits gennannten Vorgänger ist, war Frau Göhlich maßgeblich beteiligt.

Überraschung machte sich breit, als der Ort der Ausgrabungen von der Wüste Gobi und Montana/USA nach Sandholzhausen bei Mainburg wechselte, wo Tiere, wie der Hundebär oder der Hasenhirsch entdeckt wurden. Auch ein Fossil, das im Jahr 1963 in Landshut gefunden wurde, hatte Frau Göhlich mitgebracht. Ihr eigentlicher Schwerpunkt gilt ihrem Lieblingstier, dem Ur-Elefanten, den man im Paläontologischen Museum in München besichtigen kann.

Die anschließende Fragerunde zeigte, wie die Reise in die Welt der Dinosaurier die Leidenschaft der Schüler entfacht hatte: „Kann man Urzeittiere klonen?“, „Wie wachsen Mammutzähne nach?“, „Wie bewahrt man fossile Fundstücke für die Ewigkeit auf?“ und „Wie beurteilen Sie den Film Jurassic Park?“. Geduldig erläuterte die sympathische Paläontologin alle Details, für die sich die Leinbergerinnen und Leinberger interessierten und erlaubte den Kindern, die mitgebrachten wertvollen Fundstücke zu betasten und sich damit fotografieren zu lassen.

Am Ende des Abends, der seinen Ausklang in der Mensa fand, wo die Bücherausstellung des Fördervereins aufgebaut war, waren sich alle einig, dass dieser interessante Vortrag genau den Zielen des Fördervereins entspricht: Mit Freude und Begeisterung Inhalte vermittelt zu bekommen und dabei gerne zu lernen und Neues zu erfahren! Dieses Ziel hat Frau Göhlich, der wir von Herzen für ihren Besuch am HLG danken, in höchstem Maße erreicht.