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IMG 0509Am Mittwoch, den 24.2., galt es zwar in der Bibliothek des Hans-Leinberger-Gymnasiums weder einen Einbruch noch einen Mord aufzuklären. Dennoch war er gekommen, der TV-Star Marcus Mittermeier, jetzt bekannt aus der Krimiserie „München Mord“, einst Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums (Abitur 1989).

Durch zwei amüsante und interessante Schulstunden führten die drei Moderatoren Elisabeth Huber, Fiona Liebl und Fabian Pöschl (9d). In Form einer Talkrunde stellten die drei Schüler nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter StD Ulrich Kosterhon dem „Kommissar“ diverse Fragen zu seiner Schulzeit am HLG, seiner Entscheidung für den Beruf des Schauspielers und natürlich zum eigentlichen Grund seines Kommens, dem Krimi.

Die 9. Klassen des HLG hatten sich mit ihren Deutschlehrern für den Blick auf einen modernen Fernsehkrimi entschlossen, um neben der rein literarischen Umsetzung auch einen Blick in die Filmwelt werfen zu können. So fiel die Wahl auf die Krimiserie „München Mord“, nicht zuletzt deshalb, weil der ehemalige Schüler Marcus Mittermeier, der im Grundkurs „Dramatisch gestalten“ erstmals als Schauspieler auftrat, seinen Besuch im Rahmen der Reihe „Zu Gast am HLG“ angekündigt hatte.

Gleich zu Beginn war zu erkennen, dass ein Gespräch mit einem echten Schauspieler Eventcharakter für die Schüler hat, die versuchten einen guten Platz in der ersten Reihe zu ergattern, um somit in der bis auf den letzten Platz besetzten Bibliothek eine gute Sicht auf den TV-Star zu haben.

Dass das Leben eines Schauspielers aber auch Entbehrungen und viel Einsatz bedeutet, versuchte Mittermeier den Schülern bei seiner allgemeinen Einführung zu Schauspielerei und Film klar zu machen. Erstaunen machte sich breit, als er erklärte, dass ein Krimi 23 Drehtage umfasst und dass drei Filmminuten an einem Tag gedreht werden. Nach diesem Blick hinter die Kulissen lenkten die Moderatoren geschickt auf das Krimigenre selbst und die Serie selbst hin.

Marcus Mittermeier spielt in der Krimiserie „München Mord“ den Kommissar Harald Neuhauser, der mit seinen beiden Kollegen Angelika Flierl und Ludwig Schaller ein eigenwilliges Team bildet. Der Schauspieler betonte, dass Krimis von heute die Kommissare nicht mehr zum klassischen Helden stilisieren, sondern die Figuren bewusst eine eigene persönliche Geschichte haben. So ist er als Harry Neuhauser stets in Frauengeschichten verwickelt, die mitunter zu recht unkonventionellen Ermittlungsmethoden führen. Die Lösung des Falls ist, so Mittermeier, heutzutage nur Teil des Plots, der Kommissar soll die Zuschauer auch als Mensch begeistern. Auch der körperliche Einsatz wird vermehrt von einem TV-Ermittler gefordert. Davon konnten sich die Neuntklässler bereits vorab beim Anschauen des Films überzeugen, denn Marcus Mittermeier beginnt die Serie „München Mord“ mit einem Sprung aus dem Fenster, was für ihn, der am HLG den Leistungskurs Sport belegt hatte, aber kein Problem darstellte.

Der bekennende Krimifan, der eigentlich in Regensburg ein Jurastudium begonnen hatte, gab zum Schluss noch einen Ausblick auf die weiteren Folgen von München Mord und weckte so sicher bei jedem Anwesenden die Lust auf mehrere Fälle von Harry Neuhauser. Zahlreiche Schülerfragen zeigten nach der Talkrunde, dass die Anwesenheit des TV-Kommissars großes Interesse hervorgerufen hatte. So erfuhr das Auditorium beispielsweise noch, dass Mittermeier selbst bereits zwei Drehbücher geschrieben hat, dass Leonardo di Caprio und Brad Pitt seine Idole sind und dass er von einem „echten“ Kommissar aus München in Sachen Ermittlung beraten wurde.

Letzte Endes waren sich alle einig, dass der Besuch von Marcus Mittermeier am HLG nicht nur einen Einblick in die Welt des Krimis auf eine ganz andere Weise gestattet hat, sondern dass es auch sehr spannend war, einen Fernsehstar hautnah zu erleben und ihn selbst kennen zu lernen. Manche Schülerinnen hielten diesen Eindruck mit einem Foto mit dem Schauspieler fest, schließlich trifft man nicht jeden Tag einen charmanten TV-Kommissar.