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FREMD1„Ziel war es, die Leute zum Nachdenken zu bringen, wie wir alle zusammenhelfen können, damit sich ein jeder Rafik da draußen ein kleines bisschen weniger FREMD fühlt.“ Mit diesen Worten begrüßte Produzent und Regisseur Leander Hartung am vergangenen Samstag die zahlreich zur erfolgreichen Premiere des Films „FREMD“ erschienenen Gäste im Kinoptikum Landshut.

 

Der Film versetzt die Zuschauer in die Welt von Rafik, einem jungen Syrer, gespielt von Majd Laham. Er floh aufgrund von politischer Verfolgung nach Deutschland, obwohl er hierfür sein ganzes bisheriges Leben, seine Familie und seine Freunde aufgeben musste. Nach traumatisierender Flucht findet er sich schließlich im erzkonservativen Bachlern nahe Landshut wieder. Doch trotz bewilligtem Asylantrag, Arbeit und Bleibe mag es nicht klappen mit der Integration und einem Neuanfang. Er wird als Fremder wahrgenommen, und die Neugier überwiegt den Zweifel nicht. Besonders auf Rafik abgesehen hat es der Metzger-Maxi (gespielt von Laurin Hartung), Anführer der lokalen Clique, einem zweifelhaften Saufverein. Durch die Gruppe erfährt der junge Flüchtling Hass, Ablehnung und Gewalt. Nur eine schließt sich dem Ganzen nicht an: Steffi, Maxis Freundin (gespielt von Alina Ivanova). Sie nähert sich langsam Rafik an und interessiert sich für ihn. Doch Maxi kann das natürlich weder hinnehmen, noch die zunehmende Entfremdung zu Steffi dulden, und so droht die Situation allzu bald zu eskalieren…

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Es handelt sich bei dem Film um ein Projekt von jungen Leuten aus Landshut, viele davon Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums, die das Thema Integration in Bayern weiter voranbringen wollen. Das Filmdrama erzählt dabei die Geschichte eines jungen Syrers, der von Majd Laham verkörpert wird, welcher selbst vor einiger Zeit aus Damaskus nach Deutschland fliehen musste. Zunächst reifte jedoch an Pfingsten 2016 die Idee, einen Film zu produzieren, der das Publikum mehr als nur unterhält, er sollte zum Nachdenken anregen. Hierzu wurden zahlreiche Interviews zum aktuellen Stand der Integration in und um Landshut geführt. Die Erfahrungen, die die Jugendlichen dabei machten, flossen dann in das Drehbuch zum Film ein. Es waren zwar mit Planung, Dreh und der Filmbearbeitung noch viele Hürden zu meistern, doch das Projekt ließ sich von da an nicht mehr aufhalten.

Es galt Brücken zu bauen -  Brücken zwischen Leuten aus der Region und jungen Migranten, Brücken zwischen Helfern und Unterstützern des Projekts und den aktiv Beteiligten. Dies gelang jedoch nur Dank der großartigen Unterstützung, die das Projekt erfahren durfte. Unter der Schirmherrschaft von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ wuchs das Projekt, doch unterstützt wurde es auch kräftig durch den DGB, Panasonic, den Elternbeirat des Hans-Leinberger-Gymnasiums sowie durch Leuchtkraft Veranstaltungstechnik. Doch auch die richtigen Drehorte mussten gefunden werden, hierfür erklärten sich der Wastlhuberhof in Bruckberg, der Landgasthof Beck, der Kramerladen Sichart, die Hugendubel Filiale in der Landshuter Altstadt, die Brauerei Wimmer und das Gymnasium Ergolding bereit. Auch ihnen ist für das Gelingen des Films herzlich zu danken. Ebenso dem Direktorat des HLG sowie Frau Martina Schütz, die das Projekt „Schule ohne Rassismus“ am HLG leitet, kam eine tragende Rolle zu.

Abschließend ist jeder eingeladen, sich selbst vom Film mitreißen zu lassen. „FREMD“ ist im Theatersaal des Hans-Leinberger Gymnasiums Landshut zu sehen. Vorstellungen gibt es am 08., 24. und 25. Februar, sie beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Machen Sie sich selbst ein Bild und lassen Sie uns zusammenhelfen, damit sich ein jeder Rafik da draußen ein klein bisschen weniger FREMD fühlt.

Matthias Sagmeister