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Projekttage der 6. Klassen im Fach Latein

Römer in ansehnlicher Größe säumen seit den letzten Projekttagen die Vitrine der Fachschaft Latein, die auf dem Weg zum Anbau zu bestaunen ist. Der Grund dafür sind die Projekttage, an denen immer neue Workshops für die Sechstklässler angeboten werden, um die Requisiten und Zeugnisse der Antike zu ergänzen.

Am Projekttag 2016 waren neu kreierte Workshops, wie „Römer XXL“ oder „T-Shirts und Taschen“ mit römischen Motiven“ im Angebot, aber auch die bewährten und begehrten Klassiker, wie „olympische Spiele“, „römisch Kochen“ oder „römische Kleide nähen“. Die Produkte des einen Projekttags, der an der Schule verbracht wird, werden am Schulfest im traditionellen Römermuseum präsentiert und dann in der Vitrine ausgestellt.

Den zweiten Tag unter dem Motto „Reise in die Römerzeit“ verbringen die jungen „Lateiner“ traditionell in Regensburg, wo Gegenwart und Antike aufeinander treffen. Bei einer Stadtführung durch das ehemalige „Castra Regina“ stehen die Schüler vor den Resten der Römermauer, können plötzlich Steine aus der Römerzeit von Zeugnissen des Mittelalters unterscheiden und dürfen im szenischen Spiel an der Porta Praetoria den Bau des Tores im Standbild nachempfinden. Im „Museum am Dachauplatz“ geht die Reise in die Antike weiter. Römische Spiele liegen zum Ausprobieren bereit, Tafeln informieren über Alltag und Freizeit, Militärwesen, Geld und Handel, Leben in der Provinz, römische Wohnkultur und typisch römisches Essen. Diese Infotafeln helfen, die Materialblätter zu den einzelnen Stationen auszufüllen und so selbst die Ausstellung des Museums zu erkunden. Zudem dürfen die Sechstklässler sich dort römische Kleidung anziehen und am eigenen Leib testen, wie sich ein römischer Soldat in voller Rüstung gefühlt haben muss. Wer am Tag der offenen Tür oder an den Projekttagen einmal selbst in die Römerrüstung geschlüpft ist, weiß, welches Gewicht eines solche Rüstung hat, wie viel Kraft dafür nötig ist und wie schwer doch das Schwert in der Hand liegt. Eine Fotodokumentation vom Römertag in Regensburg ist stets auch am Schulfest im Römermuseum zu sehen.

Zudem kann man während der Bildershow vom Buffet der Kochgruppe kosten, das mit Kräutern und Rezepten dekoriert ist. Den Besuchern wird dazu römischer Würzwein (Mulsum – mit und ohne Alkohol) zu Moretum (Schafskäsepaste) und Brot gereicht. Weitere Fotos dokumentieren die „Olympischen Spiele“ am HLG. Diese zeugen nicht nur von der Siegerehrung mit einem fast originalen Lorbeerkranz, sondern zeigen auch, welchen  anspruchsvollen Aufgaben sich die jungen Sportler dieser Gruppe stellen: Sie müssen sich im Tetrathlon, im Stadionlauf, Weitsprung, Diskuswerfen und im Speerwurf qualifizieren.

Die Wände werden mit Projekten aus dem laufenden Schuljahr dekoriert, während selbst genähte römische Kleider mit dazu passend angefertigtem Schmuck das Römermuseum zieren. Neu hinzu gruppierten sich T-Shirts mit dem Colosseum und Juteteaschen mit Asterix-Comics. Außerdem zogen mitten im Raum die aus Holz ausgeschnittenen und bemalten Römerfiguren die Blicke der Besucher auf sich, die auch sogleich Anlass für das eine oder andere Selfie gaben. Wer lässt sich außerdem noch im Zweikampf mit einem Römer fotografieren lassen wollte, konnte dafür die vom P-Seminar Latein hergestellte Römerwand nutzen. Die Schulfamilie wächst also stetig, auch im Hinblick auf die Zeugnisse aus der Römerzeit.

Carola Braun