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Wir schreiben den 25.7.2013. Ganz Landshut ist noch in mittelalterlicher Stimmung, gerade eben endete die vierwöchige Feier der Landshuter Hochzeit. 

Ganz Landshut?

roemer

 

Nein, am HLG wenden sich die Schüler der 6. Klassen bereits neuen Themen zu: Sie erfahren an den Projekttagen das Fach Latein einmal anders und begegnen der Antike auf unterschiedliche Weise. Ein Tag wird dabei an der Schule in diversen Workshops zugebracht, der von einem „echten“ Römer begleitet wurde. Gerne wies der römische Soldat die Schüler in die Geheimnisse seines selbst angefertigten Kettenhemds ein und ließ es zu, dass besonders Mutige das Hemd anlegten und sich mit Helm und Schwert posierten. An folgenden Stationen war er anzutreffen:

1. Gaumenfreuden:

Die Kochgruppe bereitete verschiedene Leckereien zu, die anschließend im Römermuseum am Schulfest verkostet werden durften. Vorurteile gegenüber der römischen Küche wurden bei einem Weißbrot mit „Moretum“ (Schafskäse mit Knoblauch), einer römischen Vorspeisenplatte mit Eiern, Weißkraut und Salat, der „sala cattabia apiciana“, einem gegrilltem Huhn mit Käse, das in Scheiben geschnitten mit Zwiebeln, Gurken und Vollkornbrot gereicht wird, schnell abgebaut. Wer noch nicht ganz schlüssig war, den überzeugte letzten Endes der Pinienpudding! 

2. Sportgeist:

Den olympischen Geist durften die Schüler beim Wettlauf, beim Diskuswerfen und beim spüren. Am Ende winkte für den Sieger in allen Disziplinen ein „Lorbeerkranz“.

3. Architektur:

Das Römerhaus, das nunmehr am Treppenaufgang in der Pausenhalle zu besichtigen ist,  entstand im Rahmen mehrerer Projekttage. Mittlerweile wurden nicht nur die Grundmauern mit selbst gefertigten Ziegeln erreichtet, sondern auch die Räume eingeteilt, Stockwerke eingezogen und Lichtinstallationen vorgenommen. Ein weiterer Ausbau des Römerhauses ist für die Projekttage  2014 geplant!

Der römische Themenkreis wurde am folgenden Tag in Regensburg auf den Spuren der Römer erweitert. Dort wird die Antike fassbar, da die Schüler nun die Gelegenheit haben, vor den Mauern zu stehen, von denen im Lateinbuch die Rede ist. Im Rahmen einer Stadtführung beschritten die Schüler das ehemalige „Castra Regina“ und passieren das einzige noch erhaltene Stadttor, die „Porta Praetoria“. Den Ausflug nach Regensburg rundete ein Besuch im „Museum am Dachauplatz“ ab. Dort wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, anhand von Aktionsblättern selbstständig die Römerabteilung, die in verschiedene Bereiche, nämlich Militär, Handel und Geld, Leben in der Provinz, Alltag und Freizeit sowie Glaube und Religion, aufgeteilt ist, zu erkunden. Dabei bot sich auch die Gelegenheit,  in die Rüstung eines Soldaten zu schlüpfen, Münzfunde zu begutachten, die Kleidung eines Römers und einer Römerin anzulegen, Götterstatuen zu betrachten und römische Spiele selbst auszuprobieren.

All diese Erfahrungen waren im Römermuseum am Schulfest zu betrachten und nachzuempfinden. Wer also noch nie den Weg in die Antike gefunden hat, sei bereits an dieser Stelle eingeladen, das nächste Schulfest für eine kleine Zeitreise zu nutzen.