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I. Ein Tag in Regensburg

Die Römer in Regensburg

von Ermioni Christidou, Trendelina Gashi, Alina Kulig und Leonora Shala

Am Dienstag, den 27.7.2010, fuhren die Klassen 6b und c nach Regensburg, um die Überreste des einstigen Römerlagers zu erkunden, in der Zwischenzeit widmeten sich die anderen Lateiner der 6. Klassen den Projekten an der Schule. Während der Stadtführung erfuhren wir, dass die Römer zum ersten Mal im Jahr 80 n. Chr. nach Regensburg kamen. Das erste Lager, das sie dort für ca. 500 Soldaten errichteten, nannten sie Castra Regina. Da in diesem Gebiet aber auch die Germanen lebten, kam es zu heftigen Kriegen, in denen dieses Lager 165 n. Chr. zerstört wurde. Marc Aurel ließ später im Jahr 179 n. Chr. dieses Lager noch einmal für ca. 6000 Soldaten erbauen, dessen Reste man noch heute bewundern kann.

Römische Mauern

von Evelyn Eckl, Annabel Gürtner und Nahid Qazi

Zudem konnten wir große Mauern betrachten, die aus riesigen Steinen bestanden. Sie stammen größtenteils aus großen Steinen aus der Römerzeit, doch im Mittelalter  wurden die Mauern wieder verwendet und mit kleineren Steinen überbaut. Vor der Mauer liegt ein Spitzgraben, der zum doppelten Schutz des dahinter liegenden Lagers diente. Die Steine wurden aus Steinbrüchen und dann mit dem Schiff über die Donau geholt. Mit Holzpflöcken wurden Löcher in die Steine gebohrt, damit man einen Flaschenzug daran befestigen konnte. Die einst zehn Meter hohe Mauer ist heute leider nur noch teilweise erhalten und misst gerade einmal vier Meter Höhe.

Das Leben der Legionäre

Die Legionäre lebten in 6 bis 8 Meter langen Baracken, die in einzelne Wohnungen aufgeteilt wurden. In jeder Zwei-Zimmer-Wohnung lebten ca. acht Legionäre.

Die Tore

Die Porta Praetoria ist das einzige noch erhaltene der vier Tore. Früher hatte dieses Tor zwei Türme, aber der zweite ist nicht mehr erhalten. Zur Zeit der Römer war es eine Kunst, große runde Tore zu errichten. Auf dem Platz, an dem sich das Osttor befand, fand man eine Weihetafel mit Informationen zur Gründung von Castra Regina.

Der Besuch im Museum

Nach der Stadtführung besuchten wir das Museum am Dachauplatz. Mit Aktionsblättern erkundeten wir selbstständig die Römerabteilung, die in verschiedene Bereiche, nämlich Militär, Handel und Geld, Leben in der Provinz, Alltag und Freizeit sowie Glaube und Religion  aufgeteilt war. Wir geben euch an dieser Stelle einen ausführlicheren Einblick in die beiden letztgenannten Bereiche.

1. Glaube und Religion:

Die Römer verehrten eine große Göttergemeinschaft, an deren Spitze Jupiter, Juno und Minerva als sogenannte "Kapitolinische Trias" standen. Der Gott Merkur erfreute sich besonderer Beliebtheit. Manche Götter wurden mit besonderen Attributen ausgestattet, wie beispielsweise Merkur mit den Flügelschuhen. Für die private Götterverehrung besaß jede "familia" kleine Bronzestatuen, die beliebige Gottheiten darstellten. Die Römer glaubten auch an das Jenseits. Der Tote wurde mit den Kleidern verbrannt, das Feuer wurde mit Wasser und Wein gelöscht. Die in Urnen gesammelte Asche wurde mit Duftölen übergossen. Im Gegensatz zu den Germanen, die an ein Weiterleben im Jenseits glaubten und daher den Verstorbenen viele Grabbeigaben beifügten, glaubten die Römer an das Weiterleben der Seele im Schattenreich und gaben dem Toten daher wenige Dinge mit. Zu den Grabbeigaben zählten Münzen, um den Fährmann Charon bezahlen zu können, der die Toten über den Styx in die Unterwelt bringt, sowie Glasfläschchen, Geschirr und Öllampen.

2. Alltag und Freizeit;

Schöne Kleidung war bereits für die alten Römer wichtig. Männer trugen über einem Untergewand ein langes Gewand und einen Mantel. Frauen trugen ein langes Kleid mit einem Gürtel und einem übergelegten Mantel. Außerdem wurden Fiebeln als Spangen verwendet, die die Kleindung zusammenhielten. Bei der Wahl der Frisur orientierten sich die Frauen an den Damen des Kaiserhauses, in den Provinzen orientierte man sich an den Münzporträts. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer trugen Schmuck, den Siegelring.  Zum Schreiben verwendeten die Römer Wachstafeln oder Blätter aus Pergament und Papyrus.  Zum Schreiben dienten Tinte und Federn aus Rohr oder Metall. Natürlich verwendeten die römischen Kinder im Unterricht, der durch gebildetet Sklaven erfolgte, auch diese Materialien. In der Freizeit gingen die Bewohner gerne ins Bad, wo sie eine ausführliche Körerpfleeg betrieben. Sie besuchten gerne Theateraufführungen oder Gladiatoren- und Tierkämpfe.Die Kinder spielten gerne mit Schussern, Gliederpuppen, kleinen Tierfiguren oder Rasseln aus Ton.

II. Die Projekte am HLG

1. Römisches Essen

von Tim Bardenheuer, Tobias Götz, Korbinian Ostermaier und Fabian Schiller

Die Pressegruppe durfte vor dem Schreiben der Artikel alle Projekte inspizieren und die Teilnehmer befragen. Uns freute natürlich besonders, dass wir die  ausgefallenen Speisen der Römer auch probieren durften. Auf der Speisekarte standen Moretum, eine Paste aus Käse, Knoblauch und Kräutern, und eine römische Vorspeisenplatte mit Eiern, Weißkraut und Salat. Als Hauptgericht gab es Sala Cattabia Apiciana, gegrilltes Huhn mit Käse, das in Scheiben geschnitten mit Zwiebeln, Gurken und Vollkornbrot gekocht wird. Am Ende wird eine Salatsoße aus Honig, Olivenöl und Balsamessig dazu gereicht. Die Nachspeise bestand aus einem leckeren Pinienpudding.

Zudem erhielten wir viele Informationen, wie die Römer sich ernährten und wie sie das Essen zubereiteten. Die Römer bauten das, was sie verzehrten, hauptsächlich selbst an. Gemüse und Eier dienten als kräftige Nahrung mti vielen Proteinen. Fleisch war primär den reicheren Bürgern vorbehalten.

2. Römische Spiele

Römische Kinder spielten "Musca aena", eine Art "Blinde Kuh", "Detor", ein Steinchenspiel, und ein Ballspiel, das an den heutigen "Tratzball" erinnert, oder Brettspiele. Wir haben also viele einfache Spiele von den Römern übernommen.

3. Katapultbau

Die übrigen Schüler bauten am Projekttag ein Katapult aus Holz mit Hilfe verschiedener Werkzeuge. Dabei erklärten sie uns, dass die Römer Katapulte herstellten, um ihr Gebiet zu veretidigen und es schützen zu können. Es war sogar ein "echter" Römer mit einer oroginalgetreuen römischen Rüstung anwesend! Am meisten Spaß machte den Teilnehmern die am Ende der Aktion stattfindende Wasserschlacht.

Am Ende verbleibt uns nur noch zusagen:

Wir hatten an beiden Tagen wirklich viel Spaß und haben viel über die Römer gelernt!