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Im Rahmen der Projekttage am Hans-Leinberger-Gymnasium am 28. und 29.7.09 fuhren die 6. Klassen mit Latein als 2. Fremdsprache einen Tag nach Regensburg und verbrachten den anderen Tag an der Schule, um an verschiedenen Projekten teilzunehmen. Die Pressegruppe - Sandra Schaftner und Franziska Spitzauer (6b) sowie Linda Mayer, Adrian Raum und Florian Schinner (6d) - dokumentierte für uns die Fahrt nach Regensburg und die Angebote an der Schule, zu denen Kochen nach römischer Art, Nähen römischer Kleider, Nachbauen eines Katapults, eine antike Fotolovestory, Freskenmalerei und römische Spiele gehörten. Am Ende unseres Berichts soll ein kurzer "Rundgang" durch das Römermuseum stehen, das am Schulfest zahlreiche Gäste anlockte.

Unser Besuch in Castra Regina (Sandra Schaftner, Franziska Spitzauer)

Hier fing alles an: Am Bahnhof in Landshut:

Dort trafen wir uns um 8:15 Uhr und fuhren dann ab nach Regensburg. Zuerst zeigte uns unsere nette Führerin Martina Gebäude und Mauern aus der römischen Zeit im (vollständig durchnässten) Regensburg. Martina führte uns erst zu einer der alten Stadtmauern.Regensburg1

Dazu ein paar Infos:

1.    Früher dienten diese Mauern zum Abwehren von Feinden (Germanen)

2.  Sie waren ursprünglich 10m hoch, 2m breit und das Lager war ca. so groß wie 30 Fußballfelder

3. Gebaut wurde folgendermaßen:

Die Römer benutzten eine Art Kran, der durch Menschen bzw. Tiere in einem „Hamsterrad" angetrieben wurde („Wolf“). Ein solch riesiger Stein war ca. 1 Tonne schwer. Es wurde Stein auf Stein gebaut.

4. Innerhalb des Lagers wohnten 6000 Soldaten (1 Legion)

5.  Zusätzlich gab es zur Sicherheit einen Spitzgraben außerhalb der Mauer.

Nun präsentierte Martina weitere römische Bauten, die teilweise auch im Mittelalter weiter gebaut wurden. Dann zeigte sie uns noch die porta praetoria , das besterhaltenste Tor dort. Es hatte zwei Wachtürme mit Fenstern und zwei Torbögen. Von den Fenstern aus konnte man direkt zu den Germanen hinüberblicken.

Außerdem durften wir noch einen 2. Teil der Römermauer besichtigen. Dieser Teil war in der Nähe  der Donau, wo sich auch die Latrinen (Plumpsklos) befanden.

Noch einige Fakten zum Legionslager:

1.  .  Im Lager gab es Häuser und Straßen, aber wenig Freizeitmöglichkeiten

2.  Die Legionäre lebten wie in einem Schullandheim und hatten 25 Jahre Dienst

3.  Die Donau war deshalb so wichtig, weil sie mit den Schiffen Handel betreiben konnten und die Soldaten herumschicken konnten. Außerdem brauchten sie das Wasser zum Kochen

4.   Sie hatten auch im Gegensatz zu heute recht viel Luxus: z.B. einen überdachten
Gehsteig

Zum Schluss besuchten wir das Historische Museum in Regensburg mit den Themen Das römische Militärwesen, Glaube und Religion, Leben in der Provinz, Handel und Geld und Alltag und Freizeit.

Projekte am HLG:

1. Römische Küche (Linda Mayer, Adrian Raum und Florian Schinner)

Am Dienstag, den 28.7.09, kochte die Klasse 6D mit Hilfe von Frau Rösel und dem Kollegiaten Markus Binder.

Zuerst bekamen wir Arbeitsblätter über die Ernährung und Kochkünste der Römer.

Dann wurde die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe entschied sich für die Vorspeise:

Sala Cattabia Apiciana, einen Salat mit Huhn.

Die zweite Kochgruppe wählte das Gericht Moretum, einen Streichkäse mit Kräutern.

Der Rest entschied sich für Dulcia, einen Pinienpudding.

Nach Frau Rösels Aussagen war die Klasse 6D die beste „Kochklasse“, die sie je gehabt hatte. Die Atmosphäre beim Kochen war locker und lustig.

Da der Klasse 6D die Dulcia so sehr gemundet hat, war Nachschub nötig. Die dritte Gruppe machte sich sofort ans Werk und kochte schneller als je zuvor. In dieser Zeit wuschen die anderen gemeinsam ab. Während der Pudding abkühlte, durften sie einen Film über römische Küche anschauen. Dort wurde über Brot, Wein, Fisch, Geflügel und über die Macht der Römer berichtet.

Als die Schüler den Film mit großem Interesse ansahen, ging der Feueralarm los, und plötzlich verließen alle zügig das Gebäude. Alle hatten Angst, da der Pudding noch im Haus war! Zum Glück war es schon wieder nur ein Fehlalarm.

Nachdem sie wieder im Klassenzimmer, A202, waren, aßen sie mit großem Genuss den Pinienpudding.

 

Am Mittwoch, den 29.7., kochte Frau Fauser mit einer Klasse ebenfalls auf römische Art.

Auf der Speisekarte standen folgende Gerichte:

   -Ova Apala (Ei mit Soße)

   -Dulcia

   -römische Vorspeisenplatte

   -Pepones et Melones

   -Moretum ( I, II, III)

 

Wir interviewten Dominik de Groote: Er hatte viel Spaß und er fand seine Lehrerin Frau Fauser sehr nett, denn sie gab ihnen viele gute Tipps. Er hat das Projekt „Römisch Kochen“ gewählt, da er sehr neugierig auf römische Speisen war und diese unbedingt einmal versuchen wollte.

2. Architektur (Linda Mayer und Florian Schinner)

 

Herr Barnerßoi baute mit einigen Kindern am hinteren Pausenhof zwei funktionstüchtige Katapulte. Nach seinen Aussagen hatte er dafür seine eigene Gartenlaube abgerissen. Der Katapultbau machte ihm riesigen Spaß. Er fand seine beidne Gruppen sehr nett, da sie mit sehr viel Eifer bei der Sache waren.

 

Henning Sanders, ein Schüler, der bei dem Katapultbau mitgemacht hat, hatte ebenso viel Spaß wie sein Lehrer. Er hat dieses Projekt gewählt, weil er Interesse an römischer Architektur hat und er sich die angekündigte Wasserschlacht nicht entgehen lassen wollte.

 

Nachdem sie die Katapulte innerhalb von zwei Stunden aufgebaut hatten, veranstalteten sie  besagte Wasserbombenschlacht. „Es war eine große Gaudi“, sagte Herr Barnerßoi. Das Team von Henning Sanders gewann die Schlacht vorzeitig, da das Katapult der Gegner kaputt ging.

 

Wir interviewten auch Ben Kurka:

Katapultaufbau: Herr Barnerßoi brachte Material für zwei Katapulte mit, auf denen römische und arabische Zahlen standen. Er gab uns einen Plan, auf dem stand, wie man die einzelnen Teile zusammenbauen musste. Nach diesem Plan bauten wir die Katapulte ohne Schwierigkeiten zusammen, das Schrauben gestaltete sich jedoch schwierig.

3. Römische Spiele (Adrian Raum, Linda Mayer)

Am Dienstag, den 28.Juli 2009, widmete sich die Gruppe von Frau Engel römischen Spielen.

Da wir heute meistens am Computer oder mit der Playstation spielen, fällt uns kaum auf, dass es früher noch andere simple Spiele gab.

Daher interviewten wir Benedikt Kurka :

Benedikt fand das Projekt sehr lustig. Sie spielten:

-ein Würfelspiel

-Nussboccia (Man legt ein Brett auf einen Stuhl und lässt Nüsse runterrollen)

-ein Spiel, bei dem man Nüsse in eine Tonvase werfen muss.

 

Danach schauten sie einen Film über die "echten" Spiele an, der von Gladiatorenkämpfen handelte, die in der Arena ausgetragen wurden und nicht immer unblutig endeten.

 

4. Antike Fotolovestory (Florian Schinner)

Frau Lehrhuber organisierte die Fotolovestory mit einigen Schülerinnen.

Sie stellten die Metamorphose Ovids „Philemon und Baucis“ in Standbildern nach und fotografierten diese. Sie handelt von einem alten Ehepaar, das Jupiter und Merkur, die auf der Erde weilen, gastlich aufnimmt, nachdem die Götter von allen anderen abgewisen wurden. Aus Dankbarkeit stellt Jupiter ihnen einen Wunsch frei. Sie wünschen sich, gemeinsam zu sterben. Jupiter erfüllt dem Ehepaar diesen Wunsch und lässt beide in einer Metamorphose zu einem Baum werden.

Nach Aussagen der Schülerinnen hat es ihnen sehr viel Spaß gemacht. Vom Inhalt der Geschichte müsst ihr euch anhand der Story selbst ein „Bild“ machen.

5. Freskenmalerei

Unter Leitung von Frau Spitzauer wurden zwei Fresken gestaltet, die am Ende unser Römermuseum zierten. Ein Fresko stellt das Parisurteil dar und zeigt, wie Paris der Göttin Venus den Apfel reicht. Das andere hat das Trojanische Pferd zum Thema, das durch die List des Odysseus nach zehn Jahren den Fall der Stadt Troja bewirkte. Bewaffnete Griechen versteckten sich im Inneren des Pferdes und verließen es in der Nacht, um die Stadt zu überfallen und anzuzünden. Der Priester Laokoon, der vor einem Geschenk der Griechen warnte, hatte also Recht behalten.   

6. Römische Kleidung (Sandra Schaftner, Franziska Spitzauer)

Frau Brummer nähte mit einer Gruppe römische Kleidung und bastelte Soldatenhelme und römische Sandalen. Die Bedeutung römischer Kleidung und die Hintergründe haben wir im Folgenden zusammengestellt.  

Männerkleidung

 

Römische Kleidung ähnelte der griechischen sehr. Die Tunika war das Kleidungsstück für alle. Tuniken bestanden meistens aus zwei rechteckigen Wolltüchern, die an den Schultern verbunden wurden und bis zu den Knien hinunterhingen. Die meisten waren aus ungefärbter Wolle und hatten deswegen eine Farbe wie Haferbrei. Die Tunika wurde in der Taille durch einen Gürtel zusammengehalten. Wohlhabende trugen eine längere Tunika. Das berühmteste Kleidungsstück der Männer war die Toga, die über der Tunika getragen wurde. Allen Freigeborenen war es gesetzlich erlaubt, eine Toga zu tragen. Meistens trugen aber nur Männer aus der Oberschicht die Toga als Zeichen einer offiziellen Mission: Magistrate und Senatoren legten sie an, wenn sie ihre Staatspflichten erfüllten.

 

Frauenkleidung

 

Frauen trugen eine stola, eine lose fallende lange Tunika. Darüber trugen sie eine palla, einen großen rechteckigen Wollstoff, der um die Schultern gewickelt und oft auch über den Kopf gezogen wurde. Unter der Tunika trugen die eine ärmellose Untertunika und ein strophium, ein weiches Lederband um die Brüste. Mädchen und angesehen Frauen trugen keine Toga; eine römische Frau, die eine toga trug, war entweder eine verurteilte Ehebrecherin oder eine Prostituierte.

 

Unser Römermuseum in Bildern:

Bilder folgen in Kürze! :-)