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Am Donnerstag, 14.5.2015 fuhren wir, die Teilnehmer des bcp-Kurses (bcp = biologisch-chemisches Praktikum), nach Benediktbeuern, um im Zentrum für Umwelt und Kultur (ZuK) an zwei ökologischen Exkursionen teilzunehmen. Das ZuK befindet sich im Kloster der Salesianer Don Boscos. Gleich nach der Ankunft ging es mit den Leihrädern unter der Führung unseres Exkursionsleiters Manfred Buchner in Richtung Penzberg, wo wir unsere erste Moorbegehung hatten.

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Dieses Moorgebiet gilt als eines der wenigen intakten Hochmoore im Alpenvorland. Wir erfuhren den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermooren, erlebten den schwingenden und weichen Moorboden, beobachteten eine Kreuzotter und die gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus).  Nach einer spannenden Barfußtour durch das Hochmoor ging es weiter zu den  Osterseen. Dieses Gebiet zählt  zu den größten und strukturreichsten Eiszerfallslandschaften des bayerischen Alpenvorlandes. Der Würmtal-Gletscher formte in der letzten Eiszeit die sanfte Hügellandschaft mit ihren dunklen Wäldern, Moorwiesen und zahlreichen kleinen Seen, die sich durch Grundwasser aus einer ganzen Reihe von Quelltrichtern speisen. Nach einer Rast am Ufer des großen Ostersees fuhren wir zurück nach Benediktbeuern. In der Selbstversorgerküche unserer Unterkunft bereiteten dann die  Mädchen die Beilagen für den Grillabend vor, während die Jungen die leider etwas nasse Grillkohle endlich zum Glühen brachten. Ein Lagerfeuer beendete den anstrengenden aber sehr lehrreichen ersten Exkursionstag. Leider wurden wir am nächsten Morgen durch den prasselnden Regen geweckt, der auch den ganzen Tag nicht enden wollte. Nach dem Frühstück, das von den Jungen vorbereitet wurde, trafen wir uns zuerst im Seminarraum, wo wir anhand historischer und aktueller Landkarten die Veränderungen im Loisach-Gebiet studierten. Manfred erzählte uns, dass den Osterseen 1981 der Status eines Naturschutzgebietes verliehen wurde. In einem Gruppenquiz ging es dann um Fragen zu den Bestimmungen und Regeln, die an den verschiedenen Seen dieses Gebietes gelten. Danach machten wir uns, ausgerüstet mit Gummistiefeln und Regenschirm, auf den Weg, um die Naturlehrpfade rund um das Kloster zu erkunden. Vorbei an mageren Feuchtwiesen, die übersät waren von seltenen Pflanzen wie z.B. dem Breitblättrigen Knabenkraut und dem Fieberklee, balancierten wir über Holzstämme im Moorgebiet und erreichten schließlich einen Moorsee, auf dem die meisten eine Floßfahrt wagten. Trotz des Regens war auch dieser zweite Exkursionstag wieder sehr lehrreich für uns. An dieser Stelle möchten wir dem Elternbeirat und dem Förderverein des HLG, die die Kosten für die beiden interessanten Exkursionen übernommen haben, recht herzlich danken.

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